Naturpark-Wanderweg
in 5 Tagen durch den Naturpark - von der Werra an die Leine -

3. Etappe - 17 km
"Auf den Spuren von Tradition und Kultur"

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Der Naturpark-Wanderweg hat eine Länge von 100 km und verbindet die alten Städte Heilbad Heiligenstadt und die Stadt der Hl. Elisabeth Creuzburg. Er ist ein Angebot an die Naturpark-Region für eine eigenständige touristische Entwicklung. Das Konzept des Weges schlägt eine Brücke zwischen dem Eichsfeld und dem Werratal mit herrlichen Landschaften und Dörfern entlang der hessisch-thüringischen Grenze.

 Wanderweg-Logo Der gesamte Weg ist gut ausgeschildert, mit rotem Quadrat auf weißem Spiegel markiert und jede einzelne Etappe ist eine bequem zu wandernde Tagestour.
In Creuzburg informiert eine Ausstellung im Infozentrum der Alten Gottesackerkirche über diesen Weg. In Fürstenhagen bei Heiligenstadt befindet sich das Naturpark-Infozentrum. Gepäcktransport bitte im Vorfeld bei den Pensionen erfragen.

Alle 5 Wanderetappen auf einen Blick:
1. Etappe - 26 km "Übers Eichsfelder Plateau" Heiligenstadt bis Martinfeld
2. Etappe - 20 km "Durch den Westerwald" Martinfeld bis Großbartloff
3. Etappe - 17 km "Auf den Spuren von Tradition und Kultur" Großbartloff bis Lengenfeld
4. Etappe - 20 km "Historische Bauwerke" Lengenfeld u.Stein bis Treffurt
5. Etappe - 18 km "Im romantischen Werratal" Treffurt bis Creuzburg



Übersicht 3. Etappe "Auf den Spuren von Tradition und Kultur"
Die hier beschriebene 3.Etappe führt auf 17 km direkt durch das Herz des Südeichsfeldes, mitten durch eine liebliche, offene Kulturlandschaft. Obwohl sich der Wanderer in einem gemäßigten Mittelgebirge von maximal 543 m ü.NN bewegt, überwindet er ca. 600 Höhenmeter bergauf und wieder bergab.
Sehenswürdigkeiten: Lutter-Wasserfall, Wallfahrtskloster mit Stationsweg und Bonfatiuskapelle, ehemalige innerdeutsche Grenze, Kapelle der dt. Einheit, Kolonnenweg "Grünes Band", Draisinenfahrt, Kanonenbahn mit Viadukt, weite Ausblicke von Hülfensberg und Keudelstein ins Werraland und ins Eichsfeld




Wegbeschreibung 3. Etappe
Start ist am Punkt 4 der Geologischen Route des Naturparks, wo der Lutterbach am Ostausgang von Großbartloff Richtung Effelder/Wachstedt einen ca. 10 m hohen Wasserfall über eine Kalksinterkaskade bildet. Der kleine, ausgeschilderte Wanderparkplatz ist auch auf kurzem Fußmarsch von den Hotels im Luttergrund und von der Bushaltestelle in Großbartloff mit Anschluss nach Dingelstädt erreichbar.
Der Lutterbach bildet Grundlage für Forellenzucht, die Kirche und historische Gemäuer im Ortskern weisen auf lange Siedlungstradition hin und mit dem Denkmal des Valentin Degenhartd wird auf die wirtschaftliche Blütezeit durch die Etablierung der Wollweberei im 17. Jahrhundert hin gewiesen.
Mit Anbindung des Ortes an die "Kanonenbahn" 1894 verbesserte sich noch der Handel mit den regionalen Produkten, z.B. mit dem Holz aus dem "Westerwald", zu dem der Weg hinauf führt und der seinen Namen von seiner Lage im Westen des "Gau Thüringen" aus Zeiten "Karls des Großen" hat.

Über Berg und Tal, mit Abstechermöglichkeiten zu den imposanten Aussichtspunkten "Ershäuser Fenster" und "Bartloffer Blick", durch vitale Buchenwälder und orchideenreiche Kalkmagerrasen führt der Weg nach Wilbich und von da nach Geismar, dem Geburtsort des Bekennerbischofs Konrad Martin, dem das große Kreuz auf dem nahe gelegenen Hülfensberg gewidmet ist.

Ein für das katholische Eichsfeld typischer "Stationsweg" führt hinauf zur Wallfahrtskirche Hülfensberg mit dem romanischen Hülfenskreuz, zur Bonifatiuskapelle und zum Franziskanerkloster. Die Überlieferung berichtet, dass der Missionar Bonifatius nahe dem Ort Geismar an einem germanischen Heiligtum eine dem Gott Donar geweihte Eiche gefällt haben soll, um daraus zum Beweis der Macht des Christengottes eine Kapelle zu errichten. Und die Eichsfelder sind überzeugt, dass das nur auf dem "Stuffenberg" bei "ihrem" Geismar geschehen sein kann.

Südlich unterhalb des Hülfensberges bei den Ortsteilen Bebendorf und Döringsdorf findet sich direkt an der ehemaligen Staatsgrenze das "Eichsfelder Kreuz", in Vorwendezeiten Ziel von Prozessionen der Katholiken aus dem hessischen Wanfried, denen der Weg bis zum Hülfensberg verwehrt war.Zum Gedenken an die Wiedervereinigung entstand an diesem Ort auch die "Kapelle der Einheit".
Bis zur Wüstung des ehemaligen "Schlosses Keudelstein" folgt der Weg auf dem befestigten ehemaligen Kolonnenweg dem "Grünen Band" entlang der Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen.
Später führen Wiesenwege abwärts in das lang gestreckte Straßendorf Hildebrandshausen und von da aus über den "Lengenfelder Stieg" zum ehemaligen Bahnhof der "Kanonenbahn" in Lengenfeld unterm Stein.

Von diesem Bahnhof aus kann man eine Draisinenfahrt über das imposante, in weitem Bogen den Ort überspannende Viadukt, vorbei an Schloß Bischofstein unterhalb der Ruine Stein, durch mehrere Tunnel zu einem der Haltepunkte in Richtung Dingelstädt starten.

Ziel der Tageswanderung ist Lengenfeld unterm Stein, von wo man auch Busverbindung zum Bahnhof Mühlhausen hat.


weitere Infos / Links:
Wasserfall = Punkt 4 der geologischen Naturparkroute www.grossbartloff.de/
Grossbartloff.de Wasserfall
Wallfahrtsstätte Hülfensberg über Geismar www.huelfensberg.de
www.ershausen-geismar.de
Lengenfeld unterm Stein mit Schloss Bischofstein, Kanonenbahn-Viadukt wikipedia.org/Lengenfeld_unterm_Stein
Startstation der Fahrrad-Draisinen www.kanonenbahn-ev.de
Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal www.naturpark-ehw.de/wandern




Wanderkarte (rot=Wanderweg   lila=Grenze Thür./Hessen gelb=Landesstraßen)


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Eichsfelder Landschaft bei Großbartloff


Viadukt Lengenfeld


Lutter-Wasserfall


Draisine am Entenbergtunnel


Bonifatiuskapelle Hülfensberg


Auf dem Hülfensberg


Konrad-Martin-Kreuz auf dem Hülfensberg


Blick vom Grünen Band ins Werratal