Sammlung von Fakten zur Werraversalzung
Geschichte der Werraversalzung
- Die unbelastete Werra hätte nach verschiedenen Schätzungen wegen natürlichen Salzquellen im Einzugsgebiet einen natürlichen Salzgehalt von 30-80 mg/l statt 10mg/l wie der Durchschnitt europäischer Flüsse (1)
- Salzeinleitungen seit 1901 (2)
- Gefährdung der Trinkwasserversorgung(Bremen 1912), in Folge werden festgelegt ... (2)
- erste Grenzwerte 1913: Gerstungen 842 mg Cl-/l und 48 °DH (2)
- erste Grenzwertanpassung 1924: 1.781 mg Cl-/l und 63 °DH (2)
- zweite Grenzwertanpassung 1942: 2.500 mg Cl-/l und 50 °DH (2)
Der Generaldirektor für Wasser und Energie in Berlin an das Regierungspräsidium Kassel am 26. 7. 1943: "Aus den … vorgetragenen Gründen will ich meine grundsätzlichen Bedenken gegen eine vorübergehend stärkere Belastung der Weser und ihrer Zuflüsse mit Kaliabwässern zurückstellen...
Ich setze dabei voraus, dass die … Massnahmen… längstens für die Dauer des Krieges getroffen werden und nach Wiederkehr normaler Verhältnisse wieder aufgehoben werden." (1)
- 1965 Höhepunkt der Versenkung von Salzlauge (3)
- 1980er Jahre: Höchstwerte von 28.000 mg Cl-/l (Nordsee: 19.300 mg Cl-/l) (3)
- 1992 starke Reduzierung auf 8.000 mg Cl-/l (Wegfall thür. Kaliindustrie) (3)
- dritte Grenzwertanpassung 1996: 2.500 mg Cl-/l und 65 °DH (2)
- vierte Grenzwertanpassung 1999: 2.500 mg Cl-/l und 90 °DH (2)
- Fortschreibung der Grenzwerte im Jahr 2003 durch Regierungspräsidium Kassel. Chloridgehalt bis 2012, DH-Grad bis 2009 (2)
"Der mittlere Salzgehalt von Flüssen Europas liegt unter 10 mg/l Flusswasser.
Die Werra selbst ist kein natürlicher Salzfluss, sondern hat einige Salzquellen in Ihrem Einzugsgebiet, die aber nur eine relativ geringe Schüttung im Vergleich zum Hauptlauf des Flusses aufweisen.
Verschiedene Schätzungen, die allerdings fast alle schon zu Kalibergbauzeiten erfolgten, gehen für die Werra von natürlichen Salzgehalten zwischen 30 und 80 mg aus, inklusive der Salzquellen.
Damit legt die Werra weit über dem Durchschnitt, ist aber ganz klar ein Süßwasserfluss und weit von den heutigen unnatürlichen Werten mit 2500 mg entfernt. " (1)
(1) Quelle: Stephan Gunkel; BUND Projekt Lebendige Werra
(2) Quelle: Gerd Hübner; (Promotionsvorhaben) am Fachgebiet Gewässerökologie und Gewässer-entwicklung der Universität Kassel; Leitung: Prof. Dr. Ulrich Braukmann
(3) Quelle: Prof. Dr. Ulrich Braukmann; Gewässerökologie und Gewässerentwicklung der Universität Kassel
Quelle: Hübner

Quelle: Prof. Braukmann

Quelle: Prof Braukmann
zusammengestellt: VDF - Salzmann - Juni 2007
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